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Berufsspezifische rechtliche Grundlagen

Wie jede Tätigkeit und überhaupt jedes Tun in unserer Gesellschaft, sind auch Sanitäter an verschiedene Rechtsvorschriften gebunden. Der tägliche Dienst bringt den Mitarbeiter im Sanitätsdienst mit verschiedenen Gesetzen in Kontakt. Zum einen sind dies jene Gesetze, die ihm seine Arbeit überhaupt erst ermöglichen (z.B. das Sanitätergesetz) und zum anderen sind es Gesetze, die in bestimmten Situationen durch rettungsdienstlich relevante Bestimmungen Einfluss auf seine Tätigkeit nehmen können (z.B. Rettungs- und Katastrophenschutzgesetze der Länder, Sicherheitspolizeigesetz, Unterbringungsgesetz etc.).

Schocksyndrome

Der Schock, eine der herausragenden Störungen des Kreislaufes in der Notfallmedizin, ist definiert als eine Minderperfusion der peripheren Gewebsstrukturen mit Mikrozirkulationsstörung und mangelnder peripherer Sauerstoffversorgung und -ausnutzung und konsekutiver metabolischer Azidose.
Unbehandelt führt im Schock schlussendlich die Minderperfusion als gemeinsame Endstrecke zum Zusammenbruch des Zellstoffwechsels und stellt damit die eigentliche Vitalbedrohung im Sinne eines irreversiblen Herz-Kreislauf-Zusammenbruchs dar.

Die Diagnose Schock beruht somit auf den Zeichen der Verminderten Gewebsperfusion. Der Diagnosestellung muss unmittelbar eine Differenzierung nach der schockauslösenden Ursache folgen.

Der Schock ist keine Krankheit, sondern ein Syndromkomplex. Es gibt demnach keine einheitliche kausale Pathogenese, lediglich der Ort des Schockgeschehens ist in jedem Fall der gleiche, namentlich die Kreislaufperipherie. Wiewohl die primäre Schädigung in der Makrozirkulation liegen kann, wird in jedem Fall die Mikrozirkulation in Mitleidenschaft gezogen.


Pharmakologische Grundlagen

Die in seinem Rettungsmittel mitgeführten Notfallmedikamente müssen dem Notfallsanitäter bekannt sein. Vor allem die speziellen Eigenschaften, die Kennzeichnung bzw. der Umgang mit Medikamenten, die einer speziellen Verordnung und Handhabe unterliegen (z.B. Schmerzmittel, die unter die Suchtgiftverordnung fallen), gehören zum unabdingbaren Basiswissen des Notfallsanitäters.
Ebenso muss er über Haltbarkeit, Lagerungsbedingungen bzw. Kennzeichnung der verschiedenen Medikamente informiert sein. Hilfreich dabei erscheinen auch Kenntnisse bezüglich Indikation, Dosierung und eventuell des Wirkmechanismus und Kontraindikationen.

Da es derzeit noch keinen Standard für die Ausrüstung von NAW / NAH gibt, sollte der Notfallsanitäter zumindest in der Lage sein, die vorhandenen Medikamente ihren Wirkbereichen zuordnen zu können, um dem Notarzt die mitgeführten Mittel einer Medikamentengruppe (z.B. Sedativa) nennen zu können.

Pharmakologie ist die Lehre von Arzneimittelwirkung in Organen. Zum besseren Verständnis wird die Pharmakologie in die Bereiche Pharmakokinetik, Pharmakodynamik und Toxikologie unterteilt.

Messverfahren und Notfalleingriffe

Die Pulsoxymetrie stellt ein nicht invasives Verfahren zur kontinuierlichen Messung der peripheren arteriellen Sauerstoffkonzentration im Blut dar. Nicht invasiv bedeutet, dass es zu keinem Eingriff in den Körper des Patienten kommt. Die Blutgasanalyse (BGA) ist ein seit Jahren in der Intensiv- und Sportmedizin sowie in der Lungenfunktionsdiagnostik etabliertes Verfahren, mit dessen Hilfe die Oxygenierung, die Atmung und das Säure-Basen-Gleichgewicht des Menschen objektiviert werden können. In manchen Notfallsituationen ist es notwendig, hochwirksame Medikamente konstant über einen bestimmten Zeitraum zu verabreichen. Zu diesem Zweck verwendet man in der Regel einen Perfusor. Dieser ist auch als Spritzenpumpe bekannt. Mit diesem Gerät ist es möglich, hochkonzentrierte Medikamente in geringen Dosen (z.B. 2 ml/h) kontinuierlich zu verabreichen. Die Thoraxdrainage zählt zu den wenigen, in manchen Fällen aber auch präklinisch notwendigen chirurgischen Interventionen. Es gibt unterschiedliche Techniken, bei welchen verschiedene Hilfsmittel angewandt werden.

Der Notarzthubschrauber

Das Hauptkriterium beim Einsatz von Rettungsmitteln ist immer die Eintreffzeit. Zum Einsatz eines Notarzthubschraubers ist aber auch das eventuelle Transportziel mit einzubeziehen. Eine weitere Indikation stellt die geographische Gegebenheit des Notfallortes dar.
Das rasche Heranbringen des Notarztes und der zügige Abtransport des Patienten im Gebirge ist fast nur durch den Hubschrauber möglich. Auch bei Einsätzen auf der Autobahn ist die Unabhängigkeit von der Straße von Vorteil.

Index, Fremdwörterverzeichnis, Abkürzungen

Fremdwörterverzeichnis
Aneurysma Ausweitung eines Blutgefäßes
Angina Enge, Beklemmung
Antidot Gegengift
Antigen Fremdstoff, der das Immunsystem aktiviert
Abkürzungen
AF Atemfrequenz
AHA American Heart Association
AMV Atem-Minuten-Volumen
Index
A. carotis externa, 49
A. femoralis, 50
A. radialis, 49
A. subclavia, 49
Abdomen, akutes, 227, 355
Abnabelung, 341
Abortus, 336, 337
Absencen, 248
Abtrennung, 324
Abwehrspannung, 307, 310
Accelerationstrauma, 293
Adams-Stokes Anfall, 197, 200
Adrenalin, 95, 170, 178, 190, 209, 227
Adreno(re)zeptoren, 63
Affektive Störungen, 256
Afterdrop, 380
afterload, 61
AHA, 135
Airbag, 24